vom 19.08. - 23.08.2013 im Wohnbereich V

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Im Rahmen einer Projektwoche managten 10 Auszubildende der Senioreneinrichtung in Wildau eine Woche einen Teil des Wohnbereichs V.

Selbstverständlich  wurden die Bewohner und Angehörigen im Vorfeld durch Aushänge über dieses Projekt informiert.

Nach hinreichender Rücksprache mit der Niederlassungsleiterin war Ziel dieses Projektes, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen, um somit Verantwortungsbewusstsein  der jungen Menschen zu stärken. In diesem Zusammenhang war es in erster Linie bedeutsam,  Prioritäten zu setzen.

Was heißt das?

Die  Auszubildenden  übernahmen die Funktion der Pflegefachkraft oder Pflegekraft. Begleitet wurden die Auszubildenden die ganze Woche von Praxisanleitern und Mentoren der Einrichtung.

Zu ihren Aufgaben gehörte  unter anderem auch die Medikamentengabe, welche natürlich  unter den wachen Augen der Praxisanleiterin begleitet wurde. Arztvisiten wurden begleitet, Pflegevisiten durchgeführt und auch die Apothekenbelieferung wurde entgegengenommen. Bewohnern wurde der Blutzucker gemessen und auch Verbände wurden gewechselt. Eine wahre Herausforderung.

Zu guter Letzt wurden alle Leistungen am Ende des Dienstes dokumentiert und es erfolgte gemeinsam mit den Anleitern eine tägliche Reflektion der durchgeführten Arbeiten.  Angesprochene Kritikpunkte wurden sogleich am nächsten Tag angemessen umgesetzt. Das Zeitmanagement während der ersten zwei Tage war noch verbesserungswürdig. Keine leichte Aufgabe, wie ich feststellen durfte.

Das Wohlbefinden der Bewohner stand während der Projektwoche an erster Stelle und wurde täglich durch die Niederlassungsleitung und Pflegedienstleitung erfragt.

Ich konnte beobachten, dass schon ab dem 3. Tag die Auszubildenden ausschließlich Lob von den Bewohnern ernten.

Ein Auszubildender wurde sogar von meiner Mutter in den Arm genommen und liebevoll gedrückt. Diese Liebkosung wurde von ihm nicht nur als  schöne Bestätigung für seine  Arbeit, sondern auch für seine Berufswahl  wahrgenommen.

Am 30.08. erfolgte eine Gesamtauswertung der Projektwoche unter Begleitung der Niederlassungsleitung, Pflegedienstleitung, Pflegedirektorin, Bewohnern und Angehörigen.  Fazit: Für die Auszubildenden war die Woche eine Herausforderung, es wurde viel gelernt und das 1. und 2. Lehrjahr freuen sich schon jetzt auf die Projektwoche  im  nächsten Jahr.

Martina Schneider

 

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Die Auszubildenden haben für einen Zeitraum von 7 Tagen selbstständig und im „Echtbetrieb“ eine Wohnebene geleitet. Die Pflege und Versorgung der Bewohner in zwei Schichten lagen in ihrer Hand. Die Schichtleitung wurde selbst unter der Voraussetzung des 3. Lehrjahres organisiert.

Begleitend war für jede Schicht eine Praxisanleiterin (examinierte Pflegefachkraft) für fachrelevante Fragen auf der beschriebenen Wohnebene vor Ort und ansprechbar. Unter diesen planerischen Voraussetzungen waren alle Prozesse formal abgesichert und wurden, wie im alltäglichen Ablauf, mit der berufskundigen Erfahrung einer examinierten Pflegefachkraft begleitet. Die Sicherheit der Bewohner war stets gewährleistet.
Die angehenden Pflegefachkräfte erfuhren eine angemessene Einarbeitungszeit auf der Wohnebene und wurden somit explizit auf das Projekt vorbereitet.

Für die Auszubildenden war das AFC eine Vorschau auf das zukünftige Berufsleben. Sie mussten eigenverantwortlich arbeiten. Neben der Teamarbeit waren das selbstständige Handeln in der allgemeinen Pflege der Bewohner, bei der Behandlungspflege sowie die organisatorischen Aufgaben des Alltags gefragt.

Die dreijährige Ausbildung zum examinierten Altenpfleger ist in Theorie und Praxisblöcken aufgeteilt, sodass zum Beispiel die Organisation einer Wohnebene nur punktuell während der üblichen Ausbildungsstruktur erlebt werden kann.

Das AFC stellt für die Auszubildenden eine einmalige Chance dar, sowohl an ihrer persönlichen, als auch ihrer perspektivischen Entwicklung pro aktiv mitzuwirken.

Fazit:

Der Niederlassungsleiter des Seniorenheimes Deutsch Wusterhausen, Herr Träger, hat schon während der Vorbereitungsphase eine deutlich steigende Gruppendynamik gespürt, die sich im Verlaufe des AFC verstärkte. In der Auswertung wurde explizit herausgefiltert, dass gerade die Auszubildenden des 3. Ausbildungsjahres diese Chance für sich nutzen konnten, um sich individuell auf ihre Examensprüfung vorbereiten zu können. Allein dieser Fakt stellt einen Erfolg dar. Von allen Ausbildungsjahren konnten die theoretischen und praktischen Vorkenntnisse gezielt ausprobiert und vertieft werden, wie im Feedback zu erfahren war. Dieser enge Theorie – Praxis – Transfer war nicht nur als Erfahrung für die Auszubildenden von Bedeutung, sondern festigte die Praxisanleiter/innen in ihrer Tätigkeit und stellte ein bisher sehr gutes Ausbildungsergebnis in allen Ausbildungsjahren dar. Im Feedback wurde den Verantwortlichen nur eine einzige Kritik rückgemeldet: „…wir hätten uns gewünscht, dass das Projekt länger gedauert hätte…“.

Ein Projekt mit Motivationsgarantie!

Wir wünschen den Auszubildenden des 3. Lehrjahres viel Erfolg zum Abschluss ihrer Ausbildung und freuen uns auf eine Fortsetzung der bisher gesammelten Erfahrungen im kommenden Jahr.

 

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Am 13. März 2013 endete das Projekt: „Expedition Zukunft: Frauen gestalten Arbeit, Leben und Karriere!“ mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Saal der AWO Seniorenheim Wildau GmbH.

Die Teilnehmer/innen der Arbeitsgruppen präsentierten ihre Ergebnisse. Neben einem selbstgeschriebenen Buch „Gleiswechsel“, einer für das Unternehmen zusammengestellten Broschüre mit gesundheitsfördernden Maßnahmen, der Vorstellung der selbstentwickelten Internetseite zum Thema Talenteförderung und einem eigenverantwortlich erstellten Flyer über Karrieremöglichkeiten in der AWO Seniorenheim Wildau GmbH wurden viele weitere Ergebnisse an die Mitarbeiter/innen kommuniziert. Diese Veranstaltung rundete das seit Februar 2011 durchgeführte Projekt vollkommen ab und leistete unter anderem einen hohen Beitrag zur Verbesserung der niederlassungs- und bereichsübergreifenden Kommunikation innerhalb der AWO Seniorenheim Wildau GmbH.

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Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiter/innen, die während der Projektlaufzeit mit viel Engagement und Kreativität tätig waren und maßgeblich zum Erfolg des Projektes beitrugen. Besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, die die Teilnehmer/innen begleiteten und jederzeit als Ansprechpartner und Berater/innen zur Verfügung standen. Einen herzlichen Dank ebenso an die externen Begleiterinnen der chubus GmbH, die durch ihre fachkundige Moderation und Beratung die Prozesse innerhalb der Arbeitsgruppen zielgerichtet steuerten.