Tempo30Das AWO Seniorenheim Deutsch Wusterhausen hat eine Reduzierung auf Tempo 30 erwirkt.

Vor Schulen und Kindergärten ist es mittlerweile fast schon Standard geworden, dass Autos mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h an den Einrichtungen vorbeifahren dürfen. Es macht ja auch Sinn, schließ-lich können Kinder und Jugendliche die Gefahren des Straßenverkehrs häufig schwerer einschätzen als geübte Autofahrer.

Doch was ist eigentlich mit unseren Senioren, bei denen die körper-lichen Einschränkungen zunehmen, oder Menschen mit demenziellen Erkrankungen, die gar nicht die Wahrnehmung haben, dass sie sich gerade auf einer viel befahrenen Straße befinden?

Genau diesem Problem sah sich das AWO Seniorenheim in Deutsch Wusterhausen bis vor kurzem noch ausgeliefert. Die Chausseestraße, gleichzeitig die Hauptstraße durch Deutsch Wusterhausen, ist viel befahren. Sei es der Berufsverkehr zu mehreren Zeiten des Tages oder einfach die Ausweichmöglichkeit für viele LKW-Fahrer, wenn die A10 mal wieder von einem Unfall geplagt ist.

Dies hat nun ein Ende. Das Team des Seniorenheims konnte sich nach vielen Gesprächen mit der Kommune letztendlich durchsetzen und ein Tempo-30-Schild bereichert nun den Abschnitt der Chausseestraße vor der Senioren-Einrichtung.

Seniorenheime dürfen Bewohnern das Verlassen des Geländes nicht verwehren. Dabei schwingt immer wieder die Gefahr mit, dass die Se-nioren beim Überqueren von Straßen nicht ausreichend auf den Verkehr achten. Die Begrenzung auf Tempo 30 gibt den anderen Verkehrsteilnehmern zumindest die Möglichkeit, rechtzeitig reagieren

zu können und somit schwerwiegende Folgen zu vermeiden