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Also ich kann mich nicht beklagen. Ich habe mich gut in die Gemeinschaft eingefügt. Ist doch klar, dass jeder anders ist.

 

Lebt in der Niederlassung in Königs Wusterhausen

Also ich kann mich nicht beklagen. Ich habe mich gut in die Gemeinschaft eingefügt. Ist doch klar, dass jeder anders ist.

DSC04511Frau Schirmer ist seit dem 12.11.2009 Bewohnerin unseres Seniorenheims. Bei der Heimaufnahme ist Frau Schirmer erstmal in ein Doppelzimmer gezogen, äußerte aber gleich den Wunsch,  in ein Einzelzimmer zu ziehen, sobald eins frei wird. Am 21.05.2010 ist sie aus ihrem Doppelzimmer in ihr gewünschtes Einzelzimmer gezogen.

Also ich kann mich nicht beklagen. Ich habe mich gut in die Gemeinschaft eingefügt. Ist doch klar, dass jeder anders ist. Man muss eben auch auf die anderen Bewohner Rücksicht nehmen. Für mich ist das nicht schwer. Ich habe auch nicht das Gefühl, abgeschoben worden zu sein. Jeder Mensch hat doch sein eigenes Umfeld. Und mein Sohn ist schließlich nicht mein Eigentum und gezwungen, mich zu pflegen, nur weil ich ihn geboren habe. Deswegen kann ich nicht verlangen, dass er mich pflegt. Und mir war auch klar, dass ich nicht alleine in der Wohnung bleiben kann.

Ein halbes Jahr bevor ich ins Heim kam, kam bei mir der Zusammenbruch. Mein Mann war verstorben. Ich habe ihn bis zum Schluss gepflegt und auch noch bis zur Beerdigung durchgehalten. Aber dann ging es nicht mehr. Ich lag dann lange Zeit auf der Spezialeinrichtung der Reha-Einrichtung in Woltersdorf. Ich war ja komplett weg und kann mich auch heute noch nicht hundertprozentig an alles erinnern. Aus Woltersdorf  kam ich dann direkt ins Heim. Ich bin also in einer Phase hierher gekommen, als ich mich erst mal wiederfinden musste. Das war gar nicht so schlecht.

Zu meinen Kindern habe ich Kontakt - Hannover, Leipzig, JWD – wo die alle wohnen. Und mit meinem Sohn und meiner Schwiegertochter aus Bestensee unternehme ich auch nach wie vor viel. Die kommen jede Woche und wir fahren zum Beispiel zu Pflanzen Kölle. Blumen sind ja meine Leidenschaft. Deswegen sehen Sie ja auch immer frische Blumen, wenn Sie zu mir ins Zimmer kommen. Und letzte Woche waren wir in Gallun. Und wenn das Wetter wieder schöner wird, bin ich bestimmt auch viel bei denen im Garten.