Früher habe ich Wassersport in Schmöckwitz betrieben und bin oft mit dem Boot an Königs Wusterhausen vorbei gekommen, deshalb war mir der Ort nicht unbekannt.

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Frau Bittner, Heimbewohnerin in Königs Wusterhausen

Ich wohne seit dem ersten November 2010 im Seniorenheim in Königs Wusterhausen. Es werden jetzt zwei Jahre und mir gefällt es hier sehr gut. Dieses Jahr werde ich 90 Jahre alt. Seit einem schweren Sturz kann ich nicht mehr ohne Halt laufen und beanspruche hier die pflegerische Hilfe. Ich bin ursprünglich aus Berlin und hatte dort eine wunderbare altersgerechte Wohnung. Früher habe ich Wassersport in Schmöckwitz betrieben und bin oft mit dem Boot an Königs Wusterhausen vorbei gekommen, deshalb war mir der Ort nicht unbekannt. Meine Tochter wohnt auch in der Nähe. Sie hat mir hier den Platz im Seniorenheim besorgt. Morgens kann man wunderbar spazieren gehen. Ich bin schon immer gerne an der frischen Luft und im Freien gewesen. Ich muss sagen, ich vermisse mein Berlin nicht. Die schöne Aussicht auf den Wald hat man in der Stadt nicht unbedingt. Ich nehme die Beschäftigungsmöglichkeiten im Haus gern wahr, zum Beispiel das Singen, das Basteln am Nachmittag oder das sportliche Angebot. Gerne lese ich auch oder mache Kreuzworträtsel. Ich habe es nicht bereut hier her zuziehen. Mit dem Pflegepersonal verstehe ich mich sehr gut und wir sind wie eine kleine Familie. Langeweile hab ich hier auch nicht. Früher habe ich immer selber gekocht, hier bei den Gerichten fehlen mir manchmal die Gewürze. Alle Mahlzeiten nehme ich im Speiseraum ein, leider kann man sich nicht so gut mit den anderen Bewohnern unterhalten, aber sie können ja auch nichts für ihre Erkrankung. Die Umstellung war anfangs schwer, von der Wohnung ins Pflegeheim, aber ich hab mich daran gewöhnt.