Absturzsicherungen in Treppenhäusern im Seniorenheim Deutsch Wusterhausenim Seniorenheim Deutsch Wusterhausen

Einrichtungen - wie Alten- und Pflegeheime - stehen punktuell vor der Aufgabe, eigentlich widersprüchliche Anforderungen in Einklang zu bringen. Treppen müssen als Fluchtwege freigehalten werden und trotzdem gegen Unfälle gesichert sein. Speziell für Menschen im Rollstuhl sind Treppen eine permanente Gefahrenquelle, nicht wenige stürzen ab.

Die Unfallfolgen sind erheblich, nicht zuletzt werden auch andere Personen - wie Mitarbeiter oder Besucher - gefährdet.

Somit befindet man sich in einem echten Dilemma, weil Flucht- und Rettungswege aus brandschutzrechtlichen Gründen von Barrieren frei bleiben müssen, Treppensicherungen sind aber nun einmal Barrieren. Andererseits sollen Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sich im Haus frei bewegen können. Gleichzeitig soll aber das Risiko, zu stürzen, vermieden werden.

Es ist daher zum Schutz von Bewohnern, Besuchern und Mitarbeitern notwendig, nach Möglichkeiten zur Absturzsicherung mit nachfolgenden Merkmalen zu suchen:

  • Das Abstürzen über die Treppen mit dem Rollstuhl wird minimiert.
  • Die Treppen sind benutzbar.
  • Die Treppen bieten als Fluchtweg im Brandfall den auf sie angewiesenen Personen einen gleichwertigen Schutz wie Treppen ohne Absturzsicherung, um das gesetzlich geforderte Schutzziel zu erreichen.
  • Die erwünschte Mobilität der Rollstuhlfahrer im Geschoss wird durch die Maßnahme Absturzsicherung nicht negativ beeinträchtigt.

Entsprechende Zugangssperren zu Treppen, die als Absturzsicherungen dienen sollen, schränken meist die Beweglichkeit im Alltagsbetrieb ein und stehen im wahrsten Sinne des Wortes einer im Notfall erforderlichen Evakuierung im Wege. Sicherungseinrichtungen mit beweglichen Teilen wie Schranken, Drehkreuzen oder kleinen Türen beeinträchtigen den Alltagsbetrieb. Der Öffnungsmechanismus bzw. dessen elektronische Steuerung bedürfen zudem der Wartung und lassen es mitunter auch an Benutzerfreundlichkeit fehlen.

Der Spezialpfosten

Mit ihm gelingt es, ohne Beeinträchtigung der Fluchtwege, ein Höchstmaß an Sicherheit für Rollstuhl fahrende Bewohner zu realisieren, die gewohnte Treppennutzung bleibt gewähr-leistet. Bei Bedarf kann der Poller einfach, ohne jegliche Hilfsmittel oder Sachkenntnis, auch aus der Bodenhülse gezogen und beiseite gelegt werden.

Ein oder mehrere Poller im Zugang zur Treppe schließen nicht nur Abstürze von Bewohnern im Rollstuhl aus, sie wirken darüber hinaus auch als psychologische Sperre für andere in ihrer Mobilität und Wahrnehmung eingeschränkte Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich unbedacht der Treppe nähern, lässt sich so deutlich verringern. Die betroffenen Bereiche vor Treppen mit Sicherungspfosten auszustatten, bedeutet insgesamt ein gestie-genes Sicherheitsniveau und eine Entlastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht mehr permanent auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen achten müssen oder kritische Situationen entschärfen, wie die folgenden Bilder zeigen.

Marco Träger

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